Nachhaltigkeit und Ökologie bedeutet, vorhandene Ressourcen zu schonen und nicht mehr zu verbrauchen, als wieder nachwächst. Da wäre es doch ein naheliegender Gedanke, bisher in Papier versandte Werbebriefe und Kataloge auf digitale Medien umzustellen. Schon hat man viel Papier gespart. Das freut zum einen die Umwelt, zum zweiten den Geldbeutel des Unternehmens und drittens punktet man damit positiv beim Verbraucher.

Leider zu kurz gedacht …

Denn auch die elektronische Post, der Newsletter, das e-Katalog verbrauchen Ressourcen. Vor allem eine: Energie = Strom.

Wäre das Internet ein Land, dann wäre es laut Greenpeace der sechstgrößte Energieverbraucher der Welt. Jeder Click, mit dem man eine neue Seite aufruft, verbraucht 11,6 Joule. Klingt nicht viel, oder? Pro Minute sind allein auf Facebook 1,2 Mio. Menschen aktiv. Und clicken. Das macht dann nun schon 3,8 Megawattstunden. Nur für 1 Minute und nur für Facebook.

Jeder Deutsche über 14 Jahren ist durchschnittliche 149 Minuten am Tag online. Je Minute 1 neue Seite, macht im Jahr über 630.000 Joule. Oder 175 kWh. Bei ca. 71 Mio. erwachsenen Deutschen beträgt die Summe dann schon 12,5 Mio. Megawattstunden pro Jahr.

Ein ziemlicher Energieverbrauch … vor allem, wenn man bedenkt, dass wir uns in allen anderen Lebensbereichen eifrig bemühen, Energie zu sparen. Stromsparende Küchengeräte, Energiesparlampen, Ausschaltleisten für den TV, DVD-Player und Drucker – hierzu informieren und statten wir uns aus. Beim Internet / Newsletter denken wir eher nicht daran, was ein Click zusätzlich verbraucht.

Also ist doch der gute alte Printprospekt besser als seine digitale Variante?

Kann man so auch nicht sagen, denn ersterer verbraucht natürlich in der Entstehung auch Energie. Und wenn 100.000 gedruckt sind, aber nur 10.000 wirklich von den potentiellen Käufern angeguckt werden, und gar nur aus  5.000 etwas bestellt wird, wurden 90.000 überflüssig, ohne jede Nutzung produziert. Wird ein e-Prospekt 100.000 versandt, und die Clickquoten entsprechen den Papierquoten, dann fällt nach dem Versand auch nur für diese Geclickten die Ressource Energie an. Der große Nachteil aber: ein e-Prospekt ist schnell gelöscht. Ein Papierprospekt dagegen bleibt häufiger einmal im Haushalt liegen, und wird nach einiger Zeit wieder hervorgekramt und doch nochmal durchgeblättert.

Fazit: Man sollte für jedes Produkt, jede Dienstleistung genau analysieren, wo sich die gewünschte Zielgruppe „aufhält“. Die sogenannten Digital Natives erreicht man natürlich eher digital. Für hochwertige Kleidung oder Autos setzt man besser einen Print-Prospekt ein. Genauso lesen sich ausführliche Produktinformationen besser auf Papier als am Bildschirm. Dagegen gelingt ein schneller Abverkauf eines leicht verständlichen Produktes sehr schnell online über Newsletter / Social Media.

Extratipp: Neben den klassischen e-Versandwegen E-Mail und Newsletter an die E-Mailadresse nehmen Infos und Werbung über Messengerdienste stark zu. Mobile Advertising bringt nach aktuellen Studien wesentlich höhere Öffnungs- und CtR-Werte als der klassische Newsletter. Und im Sinne Nachhaltigkeit: ein Click auf dem Smartphone zieht immerhin ein bißchen weniger Energie als am normalen Rechner.

Quelle Zahlen: elektroniknet und eigene Berechnungen

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